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clear_day_presse_31-1-17

Westdeutsche Allgemeine Zeitung / 31.01.17

 

“(…) Einfachheit, verstanden als ästhetische Spielregel, erfordert in der Umsetzung ein Höchstmaß an Konzentration und Besinnung auf das Wesentliche, auf nur wenige entscheidende Elemente, die wiederum in ihrer besonderen, einzigartigen Kombination das Bewusstsein fokussieren und essentielle Anschauungsmodelle für komplexe Sachverhalte liefern.

Die hier ausgestellten Kunstwerke und künstlerischen Positionen tragen alle in der ein oder anderen Weise dem Prinzip der Einfachheit, der Selbstreduktion und Selbstbeschränkung Rechnung. Sie fordern das Sehen heraus, führen die Gedanken über Erinnerungsbrücken und assoziative Wege zu einem erweiterten Verständnis des nur rein Formalen, der materiellen Struktur. Die Arbeiten spielen mit den Möglichkeiten unseres Imaginationsvermögens. Sie bieten dem Auge wie dem Geist produktive Reibungsflächen, die zu immer neuen Wahrnehmungen der Arbeiten im Raum führen.

Elma Rizas Arbeiten fordern von uns nicht nur eine Beweglichkeit des Auges, sondern eine Beweglichkeit und Flexibilität des ganzen Körpers und sämtlicher Sinne. Ihre minimalistischen Eingriffe in die Ausstellungsräume durch schmale, getapete Linien, durch leicht verwischbare Kreidespuren und straff gespannte, kaum sichtbare Wollfäden schaffen neue Wahrnehmungs- und Erfahrungsräume, indem man sie von einem bestimmten Fixpunkt aus betrachtet, indem man die auf dem Boden befindlichen Zeichen und Zeichnungen einer imaginären Topographie vorsichtig durchschreitet und den performativen Gesten ihrer minimalistischen Erscheinung nachspürt. Vorhandene Architekturelemente und der Raum selbst, ob als bloße Ausstellungshülle, oder als ursprünglich nur Inneres eines Schrankes werden durch die provokant herbeigeführten Schwankungen unserer Sinne und des Geistes anders und neu erlebbar. So wird das Innere des Schrankes mit seinen Fächern und Unterteilungen durch die von der Künstlerin vorgenommenen Strukturierung mittels gespannter Wollfäden zur bildhaften Metapher für den Raum, in dem wir uns bewegen, den wir durchmessen und dem wir durch unsere körperliche Existenz eine Anschaulichkeit verleihen.(…) ”

Dr. Uwe Schramm, Introduction to “On a clear Day” in Kunsthaus Essen, curated by  Johanna Schwarz

Arbeiten im Raum
Christiane Rasch (Köln), Matthias Stuchtey (Berlin), Elma Riza (Berlin)
29.1. – 5.3.2017

 

http://www.kunsthaus-essen.de/index.php

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Exhibition catalog from “Raumerkundungen 2016” in Kunstverein Neukölln

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Co-(lines)

2 hours durational performance

Berlin, Sept. 2015

Conceived by William “Bilwa” Costa and Jasmin Schaitl, Co- (lines) is the second in a series of performances that address: repetition, simultaneity, and duration; and focus on the point where actions phase, oscillate, and/or conjoin.

Artists:
William “Bilwa” Costa / Jasmin Schaitl / Sonja Heller / Elma Riza  / Aya Imamura / Mayumi Arai / Juan Carlos Duarte